OP und Klinikaufenthalt

Aramis

Die letzten Tage habe ich im Internet alle Informationen gesucht und gelesen, die ich nur gefunden habe, mit dem Ziel, mehr über diese schreckliche Magendrehung zu erfahren.

Deshalb möchte ich hier auch möglichst alle Erfahrungen und Informationen veröffentlichen, die ich persönlich mit dieser Horror-MD gemacht habe, mit dem Ziel, dass es vielleicht dem nächsten ebenso gelingt, so wie uns, rechtzeitig in einen lebensrettende Klinik zu fahren.

An dieser Stelle möchten wir uns beim gesamten Ärzteteam der Tierklinik Dres. Kasa in Lörrach bedanken, die alle Ihr Bestes gegeben haben, um unseren Aramis zu retten! Ganz besonderen Dank gebührt Herrn Dr. Marcus Kong, der uns am Freitag Abend in der Tierklinik aufgenommen hat und die Diagnose gestellt hat. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei Frau Dr. Eva Schmoelzer, die sich unserem Dobermann Aramis angenommen hat – der nicht gerade jeden akzeptiert – Sie hat er wohl in sein Hundeherz geschlossen!

Wir hatten wohl das große Glück, dass wir uns noch innerhalb dieses Zeitfensters befanden, in welchem es möglich ist, einen Hund mit Erfolg zu operieren und ihn dann auch wieder gesund zu bekommen. Ebenso hatte wir das Glück, dass Aramis‘ Herz-Kreislaufsystem aufgrund des regelmäßigen Laufhundesportes (LHS) dermaßen gestärkt war. Möchte nachfolgend einen Teil des Klinikberichtes zitieren, um Euch Aramis‘ Zustand von Freitag und den Eingriff zu schildern:

Aramis

« […] Am 19.10.2007 um 20:50 Uhr wurde uns der Patient mit hochgradig aufgetriebenem Abdomen und Symptomen einer Magendrehung vorgestellt.
Die röntgenologische Aufnahme zeigte eine Magendrehung, die Ergebnisse der Blutuntersuchung liegen bei.
Direkt nach der Diagnosestellung wurde der Patient operiert. Die Bauchhöhle wurde entlang der Linea alba eröffnet. Es lag eine vollständig Magendrehung vor. Nach Abgasen des Magens durch einen englumigen Trokar, konnte der Magen in seine ursprüngliche Lage zurück verlagert werden. Nach der Reposition konnte der Magen durch eine Magensonde vollständig entleert und mehrfach ausgespült werden. Anschließend erfolgte eine Gastropexie an der rechten Abdominalwand. Die Bauchdecke wurde schichtweise mit Vicryl verschlossen und die Haut mit einer Suturamid-Reverdinnaht adaptiert.

Aramis erhielt als Antibiotikum Baytril, sowie MCP, Rimadyl und Infusionen mit Volleletrolylösungen. […] »

Aramis

Aramis‘ OP-Narbe beginnt kurz hinter dem letzten Rippenbogen (unten) und endet vor dem Geschlecht. Zur besseren Heilung wurde auf einen Verband verzichtet, jedoch muss die Narbe bis zum Fädenziehen (14 Tage post OP) vor Aramis‘ Zähnen geschützt werden.

Aramis

Aramis, kurz nachdem er am Sonntag Abend zuhause ankam, ziemlich genau 48 Stunden nach der OP. Die Narbe sieht sehr schön aus – allerdings ist der Bube (noch) recht mager…

2 Responses to OP und Klinikaufenthalt

  1. Bettina sagt:

    Heute ist Aramis den zweiten Tag zuhause und es geht ihm wirklich gut! Bislang verträgt er die kleine Futterrationen, behält alles bei sich und auch das Wasserlassen und der Stuhlgang sind normal.
    Im Garten wollte er heute bereits einen „Durchstarter“ hinlegen – hab’s dem Strolch‘ schon angesehen – und mit der Leine gebremst 😉

  2. Alex sagt:

    Oh je, ein Glück, dass ihr noch rechtzeitig zur Klinik gefahren seid und Aramis es so gut überstanden hat! Ich drücke ganz fest die Pfoten, damit alles schnell verheilt und der arme Kerl nie wieder eine Magendrehung bekommt.

    LG Alex

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