Aramis bekommt einen “Hammer” verpaßt

Gestern Morgen sind wir mit einem fröhlichen Hund ins TÜZ gefahren – so hat Aramis gestern Nachmittag ausgesehen – ob es die Hitze war? Das Sedativum? Oder die Kombination von beidem? Jedenfalls ist er uns regelrecht zusammengeklappt. 

Der Morgen begann, wie erwähnt, blendend. Aramis war super drauf – ein klein wenig enttäuscht, dass er zuhause vor der Abfahrt kein Futter bekam, aber guter Dinge! Als wir den Ritter dann beim TÜZ auf die Waage stellten, gleich die zweite good news: 37.25 Kilo – das ist eine Zunahme von zweieinhalb Kilo und das innerhalb von nur drei Wochen! Aramis mußte nüchtern bleiben, weil nochmals Röntgenaufnahmen des Thorax gemacht werden sollten. Aramis hat gut mitgemacht; die Sedation begann nach etwa 20 Minuten langsam zu wirken, so dass es losgehen konnte. Die Röntgenbilder der Lunge zeigten (immer noch) dunkle Stellen. Ich möchte hier keine Interpretation ausführen, da ich als medizinischer Volllaie weder in der Lage bin, Röntgenbilder zu beurteilen, noch eine dementsprechende Diagnose zu stellen. Jedenfalls waren die Ärzte mit dem Verlauf zufrieden und da Aramis sehr gut auf die Medikamente anspricht, hat man entschieden, diese Kur auf 6 Wochen zu erweitern, damit wirklich alles ausheilen kann und nichts zurückbleibt.

Guter Dinge sind wir nachhause gefahren und hätten an und für sich nach der Ankunft auch gerne gefüttert, doch Aramis wollte und konnte gar nicht. Eigentlich hätte der Ritter gegen Mittag wieder voll fit sein sollen, doch er bekam regelrechte Koordinationsprobleme, die sich immer mehr verstärkten – schlußendlich konnte Aramis nicht mehr gehen; taumelte und lag winselnd (Aramis winselt?! Ein Alarmzeichen bei Aramis) auf dem Boden. Man hatte den Eindruck, er könne jeden Augenblick kollabieren. Ich ließ ihn nicht mehr aus den Augen und kühlte ihn vorsichtig mit einem feuchten Handtuch.

Der Hundeblick sagt wohl alles – Aramis war völlig „drauf“.

Die Wirkung des Sedativums wollte nicht nachlassen! Wenn man das Bild vergrößert, sieht man übrigens, wie schön Aramis rechte Nickhaut nach der Katzenbegegnung geheilt ist 😀 Ja, nun kann ich mit Erleichterung wieder schreiben; gestern war ich aus Sorge um Aramis dazu nicht in der Lage. So gegen 22 Uhr hatte ich dann den Eindruck, dass es ihm wieder besser ging.
Der kleine Abendspaziergang verlief zwar etwas schleppend, aber immerhin konnte er wieder koordiniert gehen. Und am heutigen Morgen war er fast wieder der Alte – waren mit Evita zusammen um 7 Uhr in der Früh eine halbe Stunde unterwegs an der frischen Luft! Jetzt geht es ihm gut.

Mein Bericht soll in keiner Weise die Arbeit der Ärzte in ein schlechtes Licht rücken, möchte hier lediglich berichten, wie alles tatsächlich verlaufen ist – dieser „Hänger“ gehört dazu und ich werde mit Sicherheit bei einem nächsten Klinikbesuch darauf hinweisen. Jeder Patient reagiert anders;  vielleicht gibt es auf die ein oder andere Substanz auch eine Unverträglichkeit und gestern kam wohl zusätzlich dazu, dass es mit über dreißig Grad extrem heiß war! Dies alles muss bei einer nochmaligen Sedierung in Betracht gezogen werden – Aramis ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Alternativ verzichtet man auf einen Tranquilizer.

4 Responses to Aramis bekommt einen “Hammer” verpaßt

  1. thom sagt:

    Hallo Bettina!
    Es freut mich sehr zu hören, dass es Arami wieder besser geht! Die Gewichtszunahme ist auf alle Fälle mal ein gutes Zeichen.
    Dass er gestern nach dem TA nicht so gut drauf war ist eigentlich verständlich. Hat der TA nach der Untersuchung Aramis eigentlich eine „Aufwachspritze“ gegeben?
    Liebe Grüße in den Westen
    thom

    _______________
    Salut Thom,
    ja, hast recht, dass Aramis zugenommen hat (und grad so ordentlich) ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.
    Nein, Aramis hat keine „Aufwachspritze“ bekommen. Das Mittel, das ihm subkutan in den Nacken injiziert wurde, war meines Erachtens auch nur ein Tranquilizer, das ihn etwas „runterfahren“ sollte – er war bei vollem Bewußtsein und ist sowohl aus dem Röntgenraum und aus der Tierklink selbständig gelaufen.
    Das letzte Mal, als die Spiegelung gemacht wurde, erhielt er über die Vene ein richtiges „Einschlafmittel“ und danach auch wieder das Gegenteil. Dies hat er viel besser verkraftet, obwohl dies doch die stärkere Betäubung ist – da war er voll weg.
    Ach – und heute hat er WIEDER gehustet!
    Das darf doch nicht wahr sein, oder?!!!
    Mann, Mann, Mann!
    Liebe Grüße zu Euch nach Österreich und Keksis für die 7Lausa,
    Eure Bettina mit Aramis et Evita

  2. Birgit sagt:

    Der arme Bub! 😦

    ___________________
    Ja Gitte,
    so ein Zustand bereitet einem große Sorgen…
    Aber Aramis ist ein Steh-Auf-DOBER-Männchen –
    zumindest bis jetzt!
    Außer, dass er heute wieder gehustet hat, was ich überhaupt nicht einordnen kann!
    Lieben Gruß, Bettina

  3. Anke sagt:

    Ich weiß…frau soll nicht unken..aber habt Ihr schon mal an einen Farbdopplerultraschall und 24h-EKG gedacht?

    „normale „Herzuntersuchungen sind u.U. nicht aussagekräftig für DCM…allerdings kann ein „alter“ Hund ..also im besten Alter wie das Aramisel, damit auch gut 12 werden…oder älter bei entsprechender Behandlung….

    ________________________
    Ja, Anke,

    klar habe ich daran gedacht…
    … schon gleich; ich kenne ja die Symptome, habe schließlich mal eine Publikation verfaßt. ABER – soll ich Aramis nun auch noch nach München in die LMU schleppen?
    Und dann, wenn er tatsächlich DCM hat?
    Dann, wie bei Eurem Tito die „Hammer-Medikamente“. Du hast doch geschrieben, dass es bei Eurem Tito auch nicht sicher ist, ob Ihr die empfohlene medikamentöse Behandlung versucht, denn schließlich hatte der erste Versuch massive Nebenwirkungen…

    … ist es Hund wirklich wert „Versuchskaninchen“ zu sein?

    Liebe Grüße, Bettina

  4. Mann, Mann das sieht ja aus!!! Wie gesagt, ich kenn DEN Zustand nur zu gut von Leoni. Die sah genau so aus…. Er hat einfach das Zeug nicht gut vertragen.

    Mach Dich nicht verrückt wegen dem Husten. Man hat ja auch noch etwas gesehen auf der Lunge beim Röntgen. Es ist einfach noch nicht ganz in Ordnung, aber ganz sicher auf dem Weg dorthin!!

    Bin sicher, dass es gut kommt! Es muss einfach.

    Grüässli von völlig erschöpften Dobimädels (geplanscht im Rhein) und vom Fraueli (auch müde) natürlich auch.

    _________________
    Danke, Helga
    für Deine mitfühlenden Worte, hast recht!
    Lieben Gruß, Bettina

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