Du hast gekämpft bis zum Schluß

update Mars 02, 2013

Daisy & Aramis: Zwei Regenbogen für immer vereint!

update October 19, 2010

Neunzehnter Oktober – Heute war ein besonderer Tag – Mémoire.
Adieu Aramis!
Lauf’ Aramis, lauf’ ein Stück voran! Et attends-nous.
Nous ne sommes pas loin. Juste de l’autre côté du chemin.

published August 29, 2010

Es hat mir im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen. Es fällt mir unendlich schwer, meinen Schmerz in Worte zu fassen. Es hat einige Zeit gebraucht, einen würdigen Epilog für Aramis zu formulieren. Sein Leben dauerte 100 Monate und vier Tage; es begann am 14. April 2002 und endete am 18. August 2010:

« Die letzten Monate waren ein großer Kampf – wir waren immer wieder bei den Tierärzten mit Dir. Aber als Du wieder an Gewicht zugelegt hast und ich Dein Lachen wieder sah, dachte ich, Du könntest diesen Kampf gewinnen…
Du hast Dich nochmals so richtig ins Zeug gelegt und wir haben zusammen noch wertvolle Stunden genossen – ganz bewußt. Wir waren täglich laufen oder joggen – weißt Du noch, vor neun Tagen? Zum Glück haben wir Bilder gemacht, so cool hatten wir es immer beim Joggen! Du hast mit Deiner Evita getobt und ihr immer wieder Mal gesagt, dass Du der Chef bist, wenn sie etwas zu vorlaut wurde.
Und heute warst Du ganz besonders anhänglich. Bist mir keinen Zentimeter von der Seite gewichen – das fällt mir erst jetzt richtig auf, wenn ich den Tag nochmals Revue passieren lasse. Hast Du gefühlt, dass dies Dein letzter Tag sein würde?
Unser Spaziergang mit Monika & Filou war heute besonders ausgiebig und Du hast Dich richtig gefreut, die beiden zu sehen. Filou durfte Dir heute ein erstes und eben auch ein letztes Mal Deine Lefzen lecken.  Hat er sich von Dir verabschiedet? Wir waren sogar nochmals eine halbe Stunde, bevor Dein letzter Kampf begann, auf den Feldern mit Evita und haben unser FRANKREICH genossen, Deine Felder, auf welchen es die besten Mäuse gab und auf welchen Du frei laufen und rennen durftest!

Mein edler Ritter, es war ziemlich genau acht Uhr am Abend, als Du in meinen Armen lagst und Du ganz sanft, fast unmerklich über die Regenbogenbrücke geglitten bist.
Ich habe Dich noch minutenlang festgehalten. Du warst noch so lange warm, nur Deinen Atem habe ich nicht mehr gefühlt. Du hast noch so lebendig gewirkt, als ich Dich angeschaut habe. Und ich habe versucht, so stark zu sein, wie Du. Habe meine Tränen bis fast zum Schluß zurückgehalten. Auch als der Arzt sagte, dass Du es jetzt geschafft hast, habe ich gedacht, ich fühle noch Deinen Herzschlag. Doch Dein Herz war bereits bei mir.
Hier wird es immer bleiben, mein Herzenshund!

Aber ich darf nicht weinen. Nein! Das war nicht Dein Stil. Jetzt darf ich es endlich schreiben, schwarz auf weiß, Du warst nicht nur ein edler Ritter, nein, Du warst ein Berseker. Du warst hart und unerbittlich. Hätte ich es Dir zugelassen, dann wäre jeder, der mir Schlechtes wollte, von Dir aus dem Weg geräumt worden. Du hast die geringsten Adrenalinausschüttungen von weitem, sogar durch Fahrzeuge hindurch gerochen und warst jederzeit bereit, Deine Aufgabe als unser Schutzhund bis aufs Äußerste zu erfüllen. Du hattest die Aufgabe, uns zu beschützen, wir waren froh um Deine Hilfe, Dein Leben hatte einen Sinn und das hast Du gespürt. Ob man uns wohl weiter terrorisiert hätte, ohne Dich? All das fand 2003 sehr schnell ein Ende; Deine beeindruckende Präsenz genügte. Du warst hart, Du hast keine Schmerzen gezeigt, mein Kämpfer! Habe ich Dich jammern gehört, als uns Jean-Marie kurz vor Deinem Tod in die Klinik fuhr? Nein! Ja, Du hast ab und zu etwas gestöhnt, aber das war alles. Du bist noch selbständig in die Klinik hineingelaufen. Du hattest furchtbare Schmerzen, warst vollkommen aufgegast, Dein Bauch schien zu bersten. Wir haben Dich auf den Röntgentisch gehoben. Du warst ganz brav und hast es geschehen lassen. Und dann wieder diese furchtbare Diagnose: hochgradige Magendrehung – wie vor knapp drei Jahren. Noch ein letztes Mal bist Du in das Behandlungzimmer im Fuß neben mir gelaufen. Doch dann ist Dein Kreislauf kollabiert………………

Aramis, nun bist Du leicht und hast keine Schmerzen mehr!
Mein Herzenshund wird immer tief mit mir verbunden bleiben.
Du hast mich viel gelehrt: Jetzt versuche ich, stark zu sein!
Danke für die schöne Zeit.»

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Werde es Monika und Jean-Marie nie vergessen, was sie für uns in Aramis‘ letzten Minuten alles getan haben – merci beaucoup!

Vielen Dank, an Dr. Patrick Weber für die schnelle und professionelle Hilfe in Aramis‘ schmerzhaftesten Minuten!

Großen Dank an Marco Casartelli, der uns einen Weg für Aramis‘ letzte Reise geschaffen hat!

Aramis hatte einen ganz besonderen Freund: Andreas, war einer der wenigen, die ihm ganz nahe sein durften. Aramis mochte Andy sehr!

Und zum Schluß einen ganz besonderen Dank an Aramis‘ Lieblingstierarzt Dr. Jehle und seine Frau! Dass wir sogar zum Impfen eigens aus Frankreich in den Hotzenwald gefahren sind, zeigt wohl ein wenig, wie wichtig diese Menschen für uns waren. Sie konnten mit Aramis umgehen, Sie hatte Aramis in sein Herz geschlossen, Sie hat Aramis respektiert!

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Zwei Lieder, die mich besonders mit Aramis verbinden:
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Habe anstelle des Gästebuches ein Kondolenzbuch angelegt. Wer meinem edlen Ritter ein paar begleitende Worte auf seine Reise ins Regenbogenland mitgeben möchte, kann dies an dieser Stelle tun »..

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Hier endet das DOBeDiary.

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