Genetische Disposition für MD

Aramis

Als Dobermannbesitzer muss man sich darüber im Klaren sein, dass man bei dieser Hunderasse immer mit einer Magendrehung (torsio ventriculi) rechnen muss.
Magendrehung ist Todesursache Nummer eins bei Dobermännern!

Die Ursache einer MD ist laut tiermedizinischer Handbücher noch nicht endgültig geklärt. Fest steht, dass Hunde von mittel- bis großen Rassen mit tiefer Brust besonders gefährdet sind. Des Weiteren sind Rüden doppelt so häufig davon betroffen, wie Hündinnen. Die Torsion (Drehung) tritt meist bei wenig gefülltem Magen auf.
Voraussetzung hierfür scheint eine veranlagte Gewebeschwäche der Magen-Aufhänge-Systeme bei gleichzeitiger Magenatonie (Schlaffheit) zu sein.

Dies bedeutet, dass dieses Problem beim Dobermann an und für sich alle Blutlinien betrifft. Jedoch gilt inbesondere für Blutlinien, welche durch die Zucht eine extrem tiefe und gleichzeitig schmale Brust haben, ein höheres Risiko, denn der Magen liegt nicht optimal.

Von einem Dobermann-Deckrüdenbesitzer erhielt ich die subjektive Beobachtung, dass vielleicht etwas verstärkt Ali-blütige Hunde, aber auch z.B. die Linie Weyermühle, davon betroffen seien. Ebenso erwähnte er die Tatsache, dass das Ganze in der Kombination mit einer Gewebsschwäche bzw. eines losen Bänderapparates, zusätzlich begünstigt würde.

Aramis

Bei Aramis ist die Ali-Blutlinie väterlicherseits gleich zwei Mal vorhanden; mütterlicherseits ist die Weyermühle-Blutlinie einmal vorhanden.

So gesehen könnte man sagen, dass Aramis‘ genetisch disponiert bzgl. torsio ventriculi ist. Diese Aussage ist natürlich spekulativ, allerdings ist der Horror dann tatsächlich am 19. Oktober 2007 wahr geworden.
Aramis‘ Vater, Elroy vom Heiligenwald ist im Alter von etwas mehr als sieben Jahren der MD erlegen…
„… bisherige Studien-Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko
(63 Prozent) für Hunde, die Verwandte ersten Grades
haben, die bereits an Magendrehung erkrankt sind…“

Als Konsequenz wird geschrieben: „… Da die Magendrehung eine genetische „Komponente“ hat, sollten Hunde, die für die prophylaktische Operation in Frage kommen, kastriert sein… Mit Hunden, die an Magendrehung erkrankt sind und/oder Verwandte ersten Grades haben, die an Magendrehung erkrankt sind, sollte nicht gezüchtet werden„.

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