Portrait

Der Dobermann trägt die FCI Nr.143 Gruppe 2 (Pinscher & Schnauzer, Molosser & Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Pinscher & Schnauzer. Der Dobermann gehört zu den Gebrauchshunderassen.

Aramis und Cora

Der rassetypische Dobermann ist friedlich, sehr anhänglich und treu. Sein powervolles Gehabe ist mit großer Sensibilität gepaart, er verfügt über eine intensive Aufmerksamkeit, hohe Intelligenz und Gehorsam. Gefordert wird mittleres Temperament und mittlere Schärfe, ebenso wie mittlere Reizschwelle. Es ist anzumerken, dass der Dobermann zum Einpersonen- Hund neigt, d.h. er tendiert dazu, sich einer speziellen Person besonders eng anzuschließen. Voraussetzung ist hier, dass die Bezugsperson als Rudelführer anerkannt wird. Außerdem handelt es sich beim Dobermann um einen sehr aktiven Hund, daraus resultiert, dass er viel Bewegung benötigt, um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Der Dobermann ist kein Hund für unsichere oder in der Hundeerziehung unerfahrene Menschen. Nach außen wirkt der Hund schneidig, temperamentvoll und mit hohem Schutztrieb. Nicht ohne Grund wurde er ursprünglich als Dobermann-Pinscher bezeichnet (pinch=kneifen).

Friedrich Louis Dobermann, der 1834 in Apolda geboren wurde und dessen Name die Hunderasse trägt, war selbst Steuereintreiber. Der Dobermann zählt zu den „jungen“ Hunderassen. Die ersten richtungsweisenden Züchter gründeten im Jahre 1899 den Urklub „Nationaler Dobermann-Pinscher-Klub für Deutschland e.V.“ mit Sitz in Apolda. Vor knapp 150 Jahren präsentierte F. L. Dobermann im Jahre 1863 auf dem Apoldaer Hundemarkt erstmals seine neue Hunderasse. Er brauchte für seine Tätigkeit einen scharfen, schützenden Hund und vertrauensvollen Wächter. Zur damaligen Zeit gab es einen solchen Hund noch nicht, deshalb züchtete er seinen eigenen Hund und griff auf bestehende Hunderassen zurück.

« Zur Zucht paarte er einige besonders „scharfe“ Hunde, darunter seine Lieblingshündin, die mausgraue „Schnuppe„, die weder Schäferhund noch Pinscher war, und demnach nichts weiter als ein Kreuzungsprodukt aus dem damals rund um Apolda vorhandenen Hundebestand. Diese Hündin paarte er mit einem Fleischerhund, einer Art Vorläufer des Rottweilers, vermischt mit einer Art Schäferhund, der sich in Thüringen vorwiegend in schwarz, mit rostroten Abzeichen vorfand, weiterhin sollen noch Bastarde aus Pinscher- und Jagdhundarten verwendet worden sein, sowie ein Greyhound, um dem Hund eine schlankere Linie zu verpassen. So entstand eine Gebrauchs-, Arbeits- und Wachhunderasse, die nicht nur wachsam, sondern auch „mannfeste Hof- und Haushunde“ waren. Sie werden schon früh als Polizeihunde eingesetzt, was damals zu dem Beinamen „Gendarmenhunde“ führte. Bei der Jagd wurden sie überwiegend zur Bekämpfung des Raubwildes eingesetzt. In den beiden Weltkriegen wurde der Dobermann vor allem im deutschen Heer auch als Melde-, Minensuch- und Sanitätshund eingesetzt. Heute ist der Dobermann immer noch ein gern gesehener Polizei- und Wachhund, sowie ein guter Familien- und Begleithund. »

Zitat aus wikipedia.org

Der Zuchtstamm des heutigen Dobermanns bestand aus einer blau- grauen Pinscherart, dem schwarz-roten Fleischerhund und dem orts- ansässigen Schäferhund.

Aramis im Garten

Dobermann »ARAMIS vom GRÖNLAND« - © Bettina Metzler

Damals war das Erscheinungsbild der Dobermänner noch nicht sehr einheitlich, doch bereits zu jener Zeit wurden die Ohren beschnitten und die Rute kupiert:

« … on da schnette den Hunnekinnern die langn Uhrläppchen on och n Schwanz bis of en Stompel ab. S muß je de kleen Ludersch mordswieh getan ha, aber s half da alles nischt, wenn Rechtges wäre sulle, on s war was Rechtges geworn: Dr neie Dobermann-Hund war da und »BISMARK vom GRÖNLAND« war Stammvater! »

Zitat aus Gerhard Schüler (1997/S. 13)

Der heutige Dobermann ist im Ergebnis ein reinrassiger Mischling! Bis der Dobermann in seinem heutigen Erscheinungsbild allerdings perfekt war, waren die Züchter gefordert, durch die Einkreuzung anderer Hunderassen das gewünschte Zuchtergebnis kritisch zu beurteilen. Nicht immer trug dies zu einer Verbesserung der Rasse bei, sondern war mit zum Teil lang anhaltenden Nachwirkungen verbunden. Einen entscheidenden Beitrag zur Entstehung des Dobermanns leisteten u.a. der

Übersicht verschiedener Hunderassen

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Sports

Der Dobermann ist kein Hund für jedermann. Dies ist ein Hund, den man nicht einfach so „nebenher“ halten kann. Wer sich einen Dobermann anschafft, muss sich im Klaren sein, dass dieser Hund AKTIV beschäftigt werden will. Dies kann vom klassischen Vereinshundesport mit Fährten, UO und Schutzdienst bis zum Laufhundesport gehen.


© www.dvsw.net - Hundestaffel

Schutz-/Diensthunde betreiben zwar ebenso intensiven Sport, allerdings müssen diese Hunde (im Gegensatz) zu allen anderen wirklich „arbeiten„, d.h. ihren Lebensunterhalt SELBST verdienen. Im Unterschied dazu wird bei den oben genannten Sportarten lediglich „trainiert“ oder „gesportelt„!

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